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Thai-Kick-Boxen
Thai-Kick-Boxing ist dem Kickboxen ähnlich, wenn gleich noch effektiver.
Im Thai-Kickboxen sind zusätzlich zu den Tritten auch noch Ellbogen- und Kniestöße
erlaubt.
Diese beiden Waffen erlauben einen unglaublich effektiven Infight
(Kampf in der Nahdistanz). Man geht davon aus, daß ein Ellbogen- oder Kniestoß
etwa 10 bis 20 mal effektiver ist als ein Faustschlag oder ein Tritt.
Ein Schlag ins Gesicht tut zweifelsfrei weh, er kann zu Blutungen oder
Schwellungen führen, aber ein Ellbogen mit der gleichen Wucht richtet echte
Zerstörung an.
Während für einen geübten Kämpfer eine blutige Nase wirklich kein Grund ist,
einen Kampf aufzugeben, nimmt ein zertrümmertes Jochbein wohl so ziemlich
jedem Gegner die Angriffslust (zumindest bei jedem, den ich bisher gesehen habe).
Aus diesem Grund gilt Thaiboxen seit hunderten von Jahren bis heute als
eine der härtesten Kampfsportarten überhaupt. In Thailand ein Volkssport,
der vielen Menschen dort als Touristenattraktion ihren Lebensunterhalt sichert,
heißt es doch, dass die dortigen Profis eine Lebenserwartung von nicht mehr als
35 Jahren haben.
Ebenfalls zu erwähnen sind die im Thaiboxen ausgeübten berühmt-berüchtigten
"Low-Kicks", Halbkreisfußtritte bei denen der Oberschenkel des Gegners mit
dem eigenen Schienbein getroffen wird. Die Wirkung eines solchen Treffers
wird wohl von jedem unterschätzt, der noch nicht selbst in den Genuß gekommen ist.
Diese Tritte haben eine lähmende Wirkung, die Schmerzen machen eine Fortführung
des Kampfes nahezu unmöglich.
Nicht umsonst werden im professionellen Kickboxen die Vollkontaktkämpfe
weltweit in die Varianten "mit" oder "ohne" Lowkicks unterschieden,
um das Verletzungsrisiko einschätzen zu können.
Im Unterschied zum Muay Thai wird beim Thai-Kick-Boxing auf die traditionellen
Rituale verzichtet. Ansonsten ist der Kampfstil identisch.
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